Flyers verpflichten NLA-Stürmer

Der UHC Flyers Widnau vermeldet den attraktivsten Transfer in seiner Clubgeschichte: Chris Eschbach wechselt per sofort von Waldkirch St.Gallen (WaSa) aus der NLA zum rheintaler Kleinfeldverein.

Es ist nicht das erste Mal, dass der UHC Flyers Widnau einen Transfercoup landen kann. Dass aber ein Aktivspieler, welcher vor ein paar Wochen noch in den Playoffs der NLA stand, den Weg ins Rheintal findet, kommt einer Überraschung gleich. Der heute 30-jährige Ausnahmekönner heisst Chris Eschbach und spielte während mehr als 10 Jahren bei WaSa in der obersten Schweizer Unihockeyliga. Eschbach war dabei massgebend am St.Galler Erfolg der letzten Jahre beteiligt. So verpasste der gebürtige Appenzeller während all seinen Jahren auf höchstem Niveau kein einziges Pflichtspiel und scorte dabei über 300 Mal, was Vereinsrekord bedeutet.

Dass Eschbach seinen begehrten Unihockeystock noch nicht endgültig an den Nagel hängt, verdanken die Flyers ihrem guten internen Netzwerk. Über persönliche Kontakte konnte Eschbach motiviert und für den besten regionalen Kleinfeldverein gewonnen werden. Die Flyers bauen auf ihren neuen Schützling: «Chris hat alles, um auch auf dem Kleinfeld eine absolute Leaderfigur zu sein. Er ist ein wahres Unihockeygenie und wird uns nochmals etwas weiterbringen», sagt der glückliche Präsident Andreas Rutz. Auch der neue Trainer, Hercli Christoffel, tönt zuversichtlich: «Ich erhoffe mir, dass durch Chris, seiner Schnelligkeit und Wendigkeit unser Spiel vielfältiger und unberechenbarer wird.»

Warum der bei Raiffeisen Schweiz angestellte Controller ins Rheintal wechselt, begründet er wie folgt: «Ich habe nach meiner aktiven Grossfeldkarriere bei WaSa nochmals eine Herausforderung im Unihockey gesucht, weil ich diesen Sport noch immer liebe. Die Spieldynamik auf dem Kleinfeld reizte mich schon immer. Über private Kontakte zu aktiven Flyersspieler wurde ich zusätzlich motiviert, den Stock noch nicht an den Nagel zu hängen.» Der ehrgeizige Stürmer, welcher bei den Flyers die Rückennummer 22 tragen wird, steckt seine Ziele hoch: «Ich möchte meine Erfahrung aus vielen NLA-Jahren ins Team einbringen und es so weiter bringen.» Und: «Gegen einen weiteren Cupfinal in Bern hätte ich natürlich auch nichts einzuwenden», sagt er schmunzelnd (Eschbach stand im Jahr 2010 mit WaSa im Endspiel, die Red.).

Mit Eschbach können die Flyers den Abgang von Richard Sieber kompensieren, welcher nach nur einer Saison auf dem Kleinfeld seinen Karriererücktritt bekannt gab. Ansonsten muss das Fanionteam der Orangen keine weiteren personellen Veränderungen verzeichnen und startet im Herbst mit einem ambitionierten Ziel, dem Aufstieg in die höchste Schweizer Kleinfeldliga, in die 15. Saison der Clubgeschichte.